Häufig gestellte Fragen (FAQ)

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Zur Beantwortung von ersten Fragen rund um unser Onlineberatungsangebot, können Sie sich hier in unserem FAQ-Bereich informieren.

 

  • Welche Angebote bietet die Sozialberatung Stuttgart e.V.

    Die Sozialberatung Stuttgart e.V. ist ein Verein der Freien Straffälligenhilfe. Informationen zu unserem  Angebot finden Sie unter http://sozialberatung-stuttgart.de/downloads/leistungflyer.pdf.

  • Was muss ich vor einer Inhaftierung beachten?

    Wohnung

    • Sicherung der Mietwohnung
      Klären Sie die Mietkostenübernahme mit dem für Sie zuständigen Sozialamt/ der ARGE/ dem JobCenter Ihres Wohnortes.
    • Kündigung der Wohnung
      Können oder wollen Sie Ihre Wohnung nicht erhalten, kündigen Sie umgehend Ihre Wohnung, um späteren Mietforderungen vorzubeugen.
    • Verschließen Sie Ihre Wohnung, stellen Sie die Gas- und Wasserzufuhr so weit als möglich ab. Nehmen Sie Elektrogeräte vom Stromnetz.
    • Haustiere
      Sollte eine Versorgung durch Ihr privates Umfeld nicht möglich sein, wenden Sie sich an das örtliche Tierheim bzw. den örtlichen Tierschutzverein.

    Möbel und Hausrat

    • Klären Sie die Einlagerung mit Personen Ihres Vertrauens.
    • Die Kosten für die Unterstellung von Möbeln und Hausrat in angemessenem Umfang kann im Einzelfall vom Sozialamt übernommen werden.

    Strom , Wasser, Telekommunikation

    • Bei einer Wohnungskündigung sollten Sie sich bei den Versorgungsunternehmen abmelden.

    Angehörige

    • Sofern hilfebedürftige Personen in Ihrem Haushalt leben, klären Sie umgehend deren Versorgung. Schalten Sie ggf. Fachdienste über den örtlichen Sozialhilfeträger ein. Bei minderjährigen Personen muss ggf. das Jugendamt informiert werden.
      Wenn Personen über Sie familienversichert sind, müssen diese sich selbst um einen Krankenversicherungsschutz kümmern (i.d.R. über die ARGE/ das JobCenter oder das Sozialamt).

    Unterhalt

    • Informieren Sie die unterhaltsberechtigten Kinder bzw. deren gesetzliche Vertreter bzw. das Jugendamt über die Inhaftierung und klären Sie ggf. die Herabsetzung oder Aussetzung des Unterhalts.

    Weitere finanzielle Verpflichtungen (Ratenzahlungsverpflichtungen, Abos, laufende Versicherungsverträge etc.)

    • Teilen Sie Ihren Gläubigern Ihre Zahlungsunfähigkeit wegen Inhaftierung unverzüglich mit. Kündigen Sie ggf. die Verträge oder lassen Sie diese beitragsfrei ruhend stellen. Erklären Sie Ihre Zahlungsbereitschaft nach Haftentlassung und bitten Sie um Stundung bis zu diesem Termin.

    GEZ (Radio, Fernsehen)

    • Melden Sie Ihre Geräte bei der GEZ ab. Das Formular ist hier erhältlich.

    Arbeit, Agentur für Arbeit, ARGE/ JobCenter

    • Informieren Sie schnellstmöglich Ihren Arbeitgeber bzw. den zuständigen Leistungsträger über die Inhaftierung.

    JVA

    • Informieren Sie sich auf den Internetseiten der jeweiligen Justizvollzugsanstalt, was mit in Haft genommen werden darf.
  • Kann ich während meiner Haft über Geld verfügen?

    Zahlungen der JVA

    • Arbeitsentgelt (§43 StVollzG)
      Arbeiten Sie während der Haft, erhalten Sie ein geringes Arbeitsentgelt.
    • Ausbildungsbeihilfe (§44 StVollzG)
      Nehmen Sie an Ausbildungsmaßnahmen oder Unterricht teil, erhalten Sie in der Regel eine Ausbildungsbeihilfe.
    • Taschengeld (§46 StVollzG)
      Sind Sie bedürftig und es ist Ihnen ohne eigenes Verschulden nicht möglich zu arbeiten oder an einer Ausbildungsmaßnahme teilzunehmen, erhalten Sie Taschengeld, das von der JVA ausgezahlt wird. Befinden Sie sich in U-Haft, können Sie beim zuständigen Sozialhilfeträger einen Antrag auf Gewährung von Sozialhilfe als Hilfe zum Lebensunterhalt nach dem SGB XII stellen.
      Jugendliche U-Häftlinge können bei der JVA Taschengeld beantragen.

    Diese Zahlungen unterteilen sich in folgende Bereiche:

    • Hausgeld (§47 StVollzG)
      Das Hausgeld wird aus 3/7 des Arbeitsentgelts oder der Ausbildungsbeihilfe bzw. dem vollen Taschengeld gebildet. Das Hausgeld ist unpfändbar. Dieses Geld steht Ihnen zum Einkauf innerhalb der Anstalt oder für sonstige Ausgaben zur Verfügung.
    • Überbrückungsgeld (§51 StVollzG)
      Das Überbrückungsgeld bildet sich aus dem Teil des Einkommens, das nicht als Hausgeld verbraucht wird. Es soll Ihren notwendigen Lebensbedarf und den Ihrer Unterhaltsberechtigten während der ersten vier Wochen nach der Entlassung sichern. Das Überbrückungsgeld erhalten Sie bei Ihrer Entlassung bar ausgezahlt und ist unpfändbar, außer für Unterhaltsgläubiger.
    • Eigengeld (§52 StVollzG)
      Das Eigengeld umfasst all die Beträge, die nicht in die bisher angesprochenen Rubriken fallen. Eigengeld, das Sie nicht zur Aufstockung des Überbrückungsgeldes benötigen, ist pfändbar.
  • Wie sind die Besuchsregelungen im Gefängnis?

     

    • Jeder Gefangene hat ein Recht auf Besuche. Auf den Internetseiten der jeweiligen JVA erfahren Sie die konkrete Besuchsregelung.
      Achtung: Bei Besuchen in U-Haft benötigen Sie eine schriftliche Besuchserlaubnis des zuständigen Richters oder Staatsanwaltes vor einer Terminvergabe.
  • Gibt es im Gefängnis Beratungsangebote?
    • In der JVA gibt es vielfältige Angebote von internen und externen Fachkräften in den Bereichen Sucht-, Gewalt-, Schuldenberatung. Bei Interesse an einer Kontaktaufnahme wenden Sie sich an den Sozialdienst Ihrer JVA.
  • Kann ich im Gefängnis arbeiten?

    Für Strafgefangene besteht eine Arbeitspflicht. Während der U-Haft sind Sie nicht zur Arbeit verpflichtet.

  • Darf ich in der JVA Post erhalten?

    Briefe

    • Briefe sind in unbegrenztem Umfang erlaubt. Während der U-Haft wird der Briefverkehr durch die JVA überwacht.

    Pakete

    • Diese Regelungen unterscheiden sich von Bundesland zu Bundesland. In Baden-Württemberg dürfen Gefangene beispielsweise keine Lebensmittelpakete empfangen. Stattdessen wurde das Sondergeld eingeführt. Bitte erfragen Sie die aktuellen Bestimmungen bei der zuständigen JVA.
  • Wie kann ich im Gefängnis einkaufen?
    • Diese Regelungen sind in den Vollzugsanstalten unterschiedlich geregelt. Bitte erfragen Sie die aktuellen Bestimmungen bei der zuständigen JVA.
  • Was ist zu tun, wenn die Entlassung bevorsteht?
    • Versuchen Sie, eine Entlassung in die Wohnungslosigkeit unbedingt zu vermeiden.
    • Führen Sie ein Gespräch mit dem in der JVA zuständigen Sozialdienst. Mögliche Themen: Wohnraum (Wie finde ich eine Wohnung? Wie kann ich die Kaution stellen? Wann habe ich Anspruch auf Wohngeld? Bekomme ich eine Erstausstattung, und wenn ja, woher?), Behördengänge etc. Ggf. wird Sie der Sozialdienst an entsprechende Beratungsstellen weiter vermitteln.
    • Bei nicht vorhandenem Wohnraum können Sie in einigen Justizvollzugsanstalten direkt Kontakt zu einem Verein der freien Straffälligenhilfe aufnehmen. Haben Sie zuletzt in Stuttgart gewohnt und sitzen Ihre Freiheitsstrafe in einer von uns nicht aufgesuchten JVA ab, können Sie sich gerne postalisch an uns wenden.
    • Beantragen Sie wichtige Papiere, wie z.B. Personalausweis/Pass.
    • Wenn Sie die Möglichkeit haben, nehmen Sie Kontakt zur Agentur für Arbeit auf und vereinbaren Sie rechtzeitig einen Beratungstermin. Dabei ist zu beachten, dass Ihre Unterlagen zur Beantragung von Arbeitslosengeld vollständig sind. Dazu gehören Lohnabrechnungen und Arbeitsnachweise (vor und während der Haft), aktuelle Kontoauszüge, Kosten der Unterkunft, Bescheinigung über Krankenversicherung, Meldebestätigung und Entlassungspapiere.
    • Während des Hafturlaubs:
      Planen Sie Urlaub und Ausgänge so, dass Sie z.B. anfallende Behördengänge und Vorstellungsgespräche wahrnehmen können.
  • Wie kann ich nach der Entlassung Sozialleistungen beantragen?

    Der Haftentlassungsschein und die Arbeitsbescheinigung der JVA sind wichtige Papiere, die Sie unbedingt gut aufbewahren sollten.

    Es gibt verschiedene Leistungen von der Agentur für Arbeit (AA) bei Arbeitslosigkeit. Die wichtigsten und bekanntesten sind das Arbeitslosengeld und das Arbeitslosengeld II. Beide unterscheiden sich in Höhe, Dauer und den Voraussetzungen.

    • Arbeitslosengeld (ALG):
      Das ALG beträgt 60% eines aus dem zuletzt verdienten Bruttogehalt pauschal errechneten Nettogehalts. Falls man mindestens ein Kind zu versorgen hat, 67%. Die Dauer des ALG-Bezuges hängt davon ab, wie lange man beitragspflichtig gearbeitet hat, sowie vom Lebensalter. Sie liegt zwischen 6 und 32 Monaten. Seit dem 1. Februar 2006 wird das ALG nur noch maximal 12 Monate (bei älteren Arbeitslosen in bestimmten Fällen bis zu 18 Monate) bezahlt.
      Voraussetzungen für den Erhalt von ALG sind:

      a) Arbeitslosigkeit: arbeitslos ist, wer keine Beschäftigung von mindestens 15 Stunden pro Woche hat, tatsächlich erwerbsfähig ist, sich nachweislich bemüht eine Stelle zu bekommen und für die AA jederzeit für Vermittlungen zur Verfügung steht.

      b) Anwartschaftszeit erfüllt: Nur wer innerhalb der letzten 24 Monate mindestens i.d.R.12 Monate in einem versicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis gestanden hat, erhält ALG.

      c) Meldung: Die AA zahlt ALG erst ab der persönlichen Meldung bei der für Sie zuständigen AA. Wer sich nicht bei der AA meldet, sobald er von seiner künftigen Arbeitslosigkeit erfährt, muss Abzüge vom ALG in Kauf nehmen.
    • Arbeitslosengeld II (ALG II):
      Das ALG II beträgt derzeit 364,- € pro Monat. Nicht arbeitende Angehörige erhalten je nach Alter zwischen 215,- € und 328,- € Regelleistungen. Darüber hinaus werden die Kosten für Unterkunft und Heizung übernommen.

      ALG II erhalten nur erwerbsfähige Personen zwischen 15 und 65 Jahren, die bedürftig sind. Nicht bedürftig ist, wer seinen Lebensunterhalt aus eigenen Einkünften oder Vermögen bestreiten kann. Auch Einkünfte und Vermögen des Ehepartners werden hierbei mit angerechnet. Empfänger von ALG II sind verpflichtet, jede zumutbare Arbeit anzunehmen. Tun sie das nicht, müssen sie mit Kürzungen rechnen.

      Anspruch auf den Mehrbedarf haben alle Hilfebedürftigen, die die Anspruchsvoraussetzungen des § 21 SGB II erfüllen. Dies sind werdende Mütter nach der 12. Schwangerschaftswoche, alleinerziehende Elternteile, behinderte Menschen (sofern sie Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben erhalten oder sonstige Unterstützung erhalten, um einen geeigneten Arbeitsplatz oder Eingliederungshilfe zu finden), und Personen, die aufgrund von Krankheit auf eine kostenintensivere Ernährung angewiesen sind.
    • Einmalige Leistungen bei ALG II Bezug:
      Über die Regelleistung hinaus können Sie einmalige Leistungen als Darlehen oder Geld- und Sachleistung u.a. erhalten für:
      - die Erstausstattung der Wohnung einschließlich Haushaltsgeräte,
      - die Erstausstattung für Bekleidung (auch bei Schwangerschaften und Geburt)

    und

    Entlassungsgeld

    • Das Entlassungsgeld untergliedert sich in Überbrückungsgeld, welches von den Behörden u.U. als Einkommen angerechnet wird, und Vermögen. Das Überbrückungsgeld wird Ihnen bei einer Hartz IV - Antragstellung als Einkommen angerechnet, wenn Sie Ihren Antrag im selben Monat stellen, in dem Sie Ihr Ü-Geld erhalten haben - ansonsten gilt es als Vermögen und wird Ihnen nicht auf die Leistungen angerechnet.
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  • Was ist der Unterschied zwischen Häuslicher Gewalt und Straßengewalt?

    Bei Häuslicher Gewalt handelt es sich um Gewalthandlungen im sozialen Nahraum, z.B. gegen Kinder, Partner und Ex- Partner.

    Von Straßengewalt wird gesprochen, wenn es sich um Gewalthandlungen im öffentlichen Raum handelt, beispielsweise in der U-Bahn, Disco, Kneipe.

  • Wohin wenden sich Täterinnen und Täter im Bereich Häusliche Gewalt oder Straßengewalt?

    Täterinnen können sich ebenso wie Täter an die Fachberatungsstelle Gewaltprävention wenden.

  • Wer kann sich an die Fachberatungsstelle Gewaltprävention wenden?

    Eine allgemeine Orientierungsberatung zum Thema Gewalt steht allen Menschen offen, die Fragen und Klärungsbedarf zur Thematik haben.

  • Kostet mich die Beratung etwas?

    Die Beratung ist kostenlos.

  • Was kommt auf mich zu, wenn ich eine richterliche Beratungs- oder Trainingsauflage erhalten habe?

    Sie müssen eigenverantwortlich eine geeignete Maßnahme für die Erfüllung der Auflagen finden und diese absolvieren.

  • Welche richterlichen Auflagen gibt es?

    Es gibt eine Vielzahl von Auflagen, eine genaue Definition Ihrer Auflage finden Sie im Gerichtsurteil, dem Bewährungs- oder Führungsaufsichtsbeschluss oder der Einverständniserklärung zu einer vorläufigen Verfahrenseinstellung der Staatsanwaltschaft.
    Wenn Sie sich unsicher sind, ob Sie eine Auflage haben, wenden Sie sich an das zuständige Gericht oder fragen Ihren Gerichts- bzw. Bewährungshelfer.

  • Was muss ich tun, um eine richterliche Auflage zu erfüllen?

    Sie müssen den individuellen Anforderungen der Beratungs- oder Trainingsmaßnahme nachkommen.

  • Wann gilt die richterliche Auflage als erfüllt?

    Nach Ableistung der geforderten Auflage wird Ihnen eine Teilnahmebescheinigung ausgehändigt.

  • Was passiert, wenn ich die Auflage nicht erfülle?

    Ihre Akte wird mit einem entsprechenden Vermerk erneut dem Gericht vorgelegt.

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  • Was ist ein Anti-Aggressivitäts-Training (AAT) und wie läuft es ab?

    Das Anti-Aggressivitäts-Training (AAT) ist ein Gruppentraining, in dem die Teilnehmer mit ihrer Tat konfrontiert werden. Im Mittelpunkt stehen die Steigerung von Opferempathie und Tatverantwortung und damit insgesamt die positive Verhaltensänderung des Gewalttät

  • Wer kann an einem AAT teilnehmen?

    Teilnehmen können Männer oder Frauen ab 18 Jahren, die mehrere Vorstrafen wegen Körperverletzungsdelikten aufweisen. Das Training kann freiwillig oder aufgrund einer Auflage absolviert werden.

  • Wie bewerbe ich mich für ein AAT?

    Informationen zum Bewerbungsverfahren erhalten Sie bei der Fachberatungsstelle Gewaltprävention unter Tel. 0711-9455853-10 oder per E-Mail: gewaltpraevention@sozialberatung-stuttgart.de.

    Von dort bekommen Sie ein Anmeldeformular, das Sie ausgefüllt zurückschicken. Anschließend erhalten Sie eine individuelle Rückmeldung bezüglich des weiteren Vorgehens

  • Kann ich mich auch vom Gefängnis aus für ein AAT bewerben?

    Grundsätzlich ja, jedoch muss im Einzelfall abgeklärt werden, ob das Anmeldeverfahren durchführbar ist.

  • Wie lange dauert ein AAT und wie oft und wann findet es statt?

    Ein AAT läuft über einen Zeitraum von einem halben Jahr und findet wöchentlich an einem Abend sowie zusätzlich an 2-3 Samstagen statt.

  • Was passiert, wenn ich aus einem AAT ausgeschlossen werde?

    Der Ausschluss aus dem Training wird den zuständigen Stellen (Bewährungshilfe, Gericht, Betreuer etc.) mitgeteilt. Die daraus entstehenden Konsequenzen trägt der Teilnehme

  • Wie viele Männer nehmen an einem AAT teil?

    Ein AAT ist für eine Gruppengröße von 6-8 Teilnehmern ausgelegt.

  • Wer erfährt, dass ich an einem AAT teilnehme?

    Bei einer freiwilligen Teilnahme wird dies mit dem Teilnehmer individuell vereinbart. Bei der Teilnahme im Rahmen einer Auflage werden zwangsläufig alle beteiligten Stellen (Bewährungshilfe, Gerichte etc.) informiert.

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  • Was ist ein Gewalt-Sensibilisierungs-Training (GST) und wie läuft es ab?

    In einem GST werden in einer Gruppe von bis zu 8 Teilnehmern gewaltfreie Konfliktlösungsstrategien aufgezeigt und eingeübt. Es geht darum, das eigene gewalttätige Verhalten zu beenden, die Verantwortung für sein Handeln zu übernehmen, sich in die Opfer einzufühlen und sich in Konfliktsituationen verantwortlich und partnerschaftlich zu verhalten.

  • Wer kann an einem GST teilnehmen?

    An einem GST können Männer ab 18 Jahren teilnehmen, die im sozialen Nahraum z.B. gegen Kinder, Partner oder Ex-Partner gewalttätig geworden sind. Eine Teilnahme ist freiwillig oder im Rahmen einer Auflage möglich.

  • Wie bewerbe ich mich für ein GST?

    Informationen zum Bewerbungsverfahren erhalten Sie bei der Fachberatungsstelle Gewaltprävention unter Tel. 0711-9455853-10 oder per E-Mail: gewaltpraevention@sozialberatung-stuttgart.de.

  • Kann ich mich auch vom Gefängnis aus für ein GST bewerben?

    Die Bewerbung kann aus der JVA erfolgen, wobei mehrere persönliche Vorgespräche Voraussetzung für eine Teilnahme sind.

  • Wie lange dauert ein GST und wie oft und wann findet es statt?

    Ein GST findet zweimal pro Jahr (Herbst/Frühling) statt. Es umfasst 14 Trainingseinheiten à 3 Stunden sowie 2 Follow-Up Termine.

  • Kann ich auch ohne eine richterliche Auflage an einem GST teilnehmen?

    Eine Teilnahme ist auch freiwillig möglich.

  • Wer führt ein GST durch?

    Das Training wird von 2 qualifizierten Trainern geleitet.

  • Gibt es auch ein GST für Frauen?

    Die Sozialberatung Stuttgart e.V. bietet derzeit, aufgrund der geringen Nachfrage, kein GST für Frauen an.

  • Kostet das GST etwas?

    Die Kostenbeteiligung beträgt 140 € für das gesamte Training. Ratenzahlung ist möglich.

  • Wie oft darf ich in einem GST fehlen?

    Mit einer ärztlichen Bescheinigung oder einer Bescheinigung des Arbeitgebers können Sie an 2 Terminen fehlen, ohne aus dem Training ausgeschlossen zu werden.

  • Was passiert, wenn ich aus einem GST ausgeschlossen werde?

    Mit Ausschluss aus dem Training werden wir die Stelle, die Ihnen die Auflage erteilt hat bzw. die Sie an uns vermittelt hat sowie das Opfer über die unplanmäßige Beendigung informieren.

  • Wie viele Männer nehmen an einem GST teil?

    Die Gruppe besteht aus bis zu acht Teilnehmern.

  • Wer erfährt, dass ich an einem GST teilnehme?

    Das Opfer sowie alle in den Prozess involvierten Stellen, wie zum Beispiel die Gerichtshilfe, die Bewährungshilfe, die Gerichte, das Jugendamt, die Opferberatungsstellen etc.

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  • Wer kann Einzelgespräche in der MIS wahrnehmen?

    Täter und Täterinnen mit und ohne Auflage von der Staatsanwaltschaft oder einem Gericht.

  • Wie oft findet eine Beratung statt?

    Beratungen finden gemäß Terminabsprachen statt, in der Regel 14-tägig.

  • Wer erfährt, dass ich an einer Beratung teilnehme?

    Es werden die vermittelnden oder beteiligten Stellen (Gerichte, Gerichtshilfe, Jugendamt, Bewährungshilfe etc.) sowie der/die Betroffene/n der Gewalthandlung informiert.

  • Wer berät mich?

    Wir sind ein Team von Dipl. SozialpädagogInnen und Dipl. SozialarbeiterInnen, mit Zusatzqualifikationen als Gestalttherapeut, Soziotherapeut, Anti-Aggressivitäts-Trainer®, Gewalt-Sensibilisierungs-Trainer und Fair-Streit-Trainer, die auf die Bearbeitung des Gewaltthemas spezialisiert sind.

  • Bieten Sie auch fremdsprachige Beratung an?

    Wir bieten auch Beratungsgespräche in türkischer und englischer Sprache an.

  • Haftungsausschluss

    Wir haben die FAQ  mit Sorgfalt erstellt und bearbeitet. Wir übernehmen jedoch keine Gewähr für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Inhalte.